FAQ

Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend finden Sie eine Liste häufig gestellter Fragen (FAQ) zur Legionellenprüfung und Trinkwasseranalyse.

Legionellen - FAQ

  • Was ist eine Legionellenprüfung?

    Eine Legionellenprüfung ist eine Untersuchung, die darauf abzielt, Legionellen-Bakterien in Wasserleitungen und -systemen zu identifizieren. 

    Legionellen sind gefährliche Bakterien, die sich insbesondere in warmem Wasser vermehren können und ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen können, wenn sie eingeatmet oder verschluckt werden. 


    Die Legionellenprüfung beinhaltet die Probenahme von Wasserproben aus verschiedenen Wasserquellen, wie z.B. Duschen, Wasserhähnen und Wasserreservoirs, gefolgt von einer detaillierten Analyse auf Legionellen-Bakterien. 

    Diese Prüfung ist besonders wichtig in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Hotels und Wohngebäuden, um potenzielle Gefahren zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen.







  • Sind Legionellen gefährlich?

    Legionellen sind gefährliche Bakterien, die ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen können, wenn sie eingeatmet oder verschluckt werden. 

    Sie können eine potenziell lebensbedrohliche Lungenentzündung namens Legionellose oder Legionärskrankheit verursachen, die schwere Symptome wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopfschmerzen hervorrufen kann. 

    In schweren Fällen kann die Krankheit zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Raucher, Personen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. 


    Daher ist es wichtig, Legionellen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Verbreitung zu verhindern und die öffentliche Gesundheit zu schützen

  • Wer ist Prüfungspflichtig?

    Unter Berücksichtigung der Speichervolumina gemäß § 14b der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) werden die Kriterien für eine verpflichtende Legionellenprüfung festgelegt. 

    Diese Verpflichtung besteht, wenn eine Immobilie mehr als zwei Wohn- oder Nutzeinheiten aufweist, von denen mindestens eine vermietet ist. 


    Zusätzlich müssen Duschen oder ähnliche Einrichtungen vorhanden sein, die Wasser versprühen. 

    Weitere Kriterien sind eine zentrale Trinkwassererwärmung mit einem Speichervolumen von mehr als 400 Litern oder alternativ mehr als 3 Liter Wasser in der Rohrleitung.

  • Was begünstigt die Bildung von Legionellen?

    Die Bildung von Legionellen wird durch bestimmte Umgebungsbedingungen begünstigt. 

    Insbesondere warmes Wasser bietet ideale Wachstumsbedingungen für diese gefährlichen Bakterien. 

    Stagnierendes Wasser in Wasserleitungen, stehende Wasserreservoirs oder Tanks sowie mangelnde Wasserdurchflussraten können ebenfalls das Wachstum von Legionellen fördern. 


    Zusätzlich können Ablagerungen, Biofilme und Korrosion in den Leitungen eine ideale Umgebung für die Vermehrung von Legionellen schaffen. 

    Eine unzureichende Wartung von Wasseranlagen sowie unregelmäßige Reinigung können das Risiko weiter erhöhen. 

    Es ist daher wichtig, diese potenziellen Gefahrenquellen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Legionellenbildung zu verhindern.

  • Was tun wenn Entnahmestellen fehlen?

    Es sind spezifische Entnahmestellen erforderlich, sowohl am Auslauf des Warmwasserbereiters als auch am Rücklauf in den Warmwasserbereiter aus der Zirkulationsleitung. 

    An den Enden der Steigleitungen werden die Proben in den jeweiligen Wohnungen an den Wasserhähnen entnommen. In diesen Bereichen müssen keine speziellen Voraussetzungen für die Legionellen-Probenahme geschaffen werden. 


    Wenn in Ihrer Einrichtung die Entnahmestellen für die Legionellenuntersuchung fehlen, empfehlen wir dringend, diese von einem qualifizierten Sanitärfachbetrieb installieren zu lassen. 

    Dies gewährleistet eine ordnungsgemäße Überwachung und Analyse der Legionellen-Belastung in Ihrem Wassersystem.

  • Legionellen in der Anlage?

    Wenn die Konzentration von Legionellen zu hoch ist, wird die Probe als positiv eingestuft, was sofortiges Handeln erfordert. 

    Vermieter und Eigentümer müssen nun geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Legionellen-Bakterienkonzentration zu reduzieren. 


    Innerhalb von 14 Tagen müssen sie das Gesundheitsamt über die ergriffenen Maßnahmen informieren. 

    Die genauen Schritte zur Beseitigung des Befalls hängen vom Ausmaß der Legionellen-Kontamination ab und werden von einem Fachmann bestimmt.

  • Bilden sich Legionellen auch in anderen Anlagen?

    Ja, Legionellen können sich auch in anderen Anlagen und Umgebungen bilden, nicht nur in Wasserleitungen. 


    Typische Orte, an denen Legionellen wachsen können, sind beispielsweise Kühltürme, Klimaanlagen, Whirlpools, Luftbefeuchter und industrielle Wassersysteme. 

    Solange die Bedingungen für ihr Wachstum geeignet sind - wie zum Beispiel warmes Wasser und Nährstoffe - können Legionellen in verschiedenen Arten von Wassersystemen gedeihen. 


    Es ist daher wichtig, potenzielle Brutstätten zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Kontrolle und Prävention von Legionellenwachstum zu ergreifen. 

    Durch regelmäßige Überwachung und Wartung können Legionellenbefall und potenzielle Gesundheitsrisiken effektiv minimiert werden.

  • Wie lange gibt es Legionellen bereits?

    Legionellen wurden erstmals im Jahr 1976 identifiziert, als eine schwerwiegende Lungenentzündung unter den Teilnehmern einer American Legion-Konferenz in Philadelphia ausbrach, was zur Namensgebung führte. 


    Das Bakterium Legionella pneumophila wurde als Ursache dieser Krankheit identifiziert. Obwohl Legionellen seit Jahrzehnten bekannt sind, wurde ihre Bedeutung als potenziell gefährliche Wasserbakterien erst in jüngerer Zeit erkannt, insbesondere im Zusammenhang mit der Legionärskrankheit und Pontiac-Fieber. 


    Es ist wichtig zu verstehen, dass Legionellen in verschiedenen Wassersystemen und Umgebungen gedeihen können, was die Notwendigkeit betont, potenzielle Brutstätten zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Kontrolle und Prävention ihres Wachstums zu ergreifen.

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